INPP Jahreskurs

Einjährige Weiterbildung INPP

Die Weiterbildung umfasst vier vier- bis fünftägige Module (40 bis 50 Unterrichtseinheiten pro Modul). Die Praxisphasen zwischen den Modulen dienen der Vertiefung und Anwendung der Unterrichtsinhalte und sind Voraussetzung für die Zulassung zur nächsten Unterrichtseinheit.

INPP Jahreskurs „Linz IX“ 2026/2027

Kursleitung: Elisa Grininger MSc

Veranstaltungsort: Schmiedegasse 3, 4040 Linz

Termine: Modul 1: 28.02. bis 01. 03. 2026 hybrid, 07.und 08.3.2026 hybrid

Modul 2: 22. bis 24.05. 2026 Präsenz, 29.bis 31.05.2026 Präsenz

Modul 3: 09. bis 11.10. 2026 Präsent, 17.und 18.10.2026 Präsenz

Modul 4: 23. und 24.01. 2027 online,  29.bis 31.01.2027 Präsenz

Freitag 14 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 17 Uhr (Anreisetag 10 bis 17 Uhr) und  Sonntag 9 bis 16 Uhr.

Kosten: € 800.- pro Modul

In der Kursgebühr sind Reisekosten, Unterbringung und Verpflegung nicht enthalten. Mit der Anzahlung von €150.- ist Ihre Anmeldung verbindlich und Ihr Platz in der Weiterbildung reserviert. Die Stornobedingungen finden Sie im Curriculum.

Anmeldung: elisa@grininger.com

0676 814 283 490

www.inpp-linz.at

Anmeldschluss: 01.02.2026

Die  Neuromotorische Entwicklungsförderung ist ein pädagogisch und therapeutisch relevantes Diagnostik- und Förderprogramm für Kinder und Jugendliche mit Lern- und Verhaltensstörungen.

Der Jahreskurs richtet sich an Berufstätige und Studierende aus pädagogischen und medizinisch-therapeutischen Berufsfeldern.

INPP Österreich und Schweiz

Anja van Velzen, Nationaler Principle

D – 88459 Tannheim/Württemberg, Funkenbergweg 3

www.inpp.info und www.inpp.ch

Elisa Grininger MSc, Kursleitung und Cotrainerin INPP*Österreich

A-4040 Linz, Schmiedegasse 3

T: 0676 814 283 490, Mail: elisa@grininger.com, www.inpp-linz.at

Das INPP Konzept wurde in den 1970er Jahren in England als NeuroDevelopmental Therapy NDT von Dr. Peter Blythe und Kollegen in der Arbeit mit legasthenischen und MCD-(Minimal Cerebral Dysfunktion -Vorläufer von ADHS) Kindern im Vorschul- und Schulalter begründet und ist bis heute im „Institute for Neurophysiological Psychology INPP“ unter der Leitung von Sally Goddard weiterentwickelt. Die Wirksamkeit ist in zahlreichen Studien und Forschungsarbeiten belegt.

Die zwei Interventionen des INPP Konzepts sind:

  • Das Neuromotorische Schulreifeprogramm für Kindergruppen in Kindergarten und Schule und
  • die Neuromotorische Einzelförderung mit einem spezifischen häuslichen Übungsprogramm für das einzelne Kind.

Persistierende frühkindliche Reflexe – Auswirkung auf Lernen und Verhalten

In der Entwicklung des zentralen Nervensystems ZNS im Uterus beginnt der Embryo und später der Fötus, Reflexaktivitäten zu zeigen. Diese verstärken sich im Laufe der Schwangerschaft und sollen zur Geburt vollständig präsent sein, um dem Neugeborenen den Eintritt ins Leben zu erleichtern und sein Überleben zu garantieren. Sie liefern ein rudimentäres Trainingsprogramm für spätere willkürliche Fähigkeiten und dienen Pädiatern als diagnostisches Zeichen für die Reife des kindlichen ZNS. In den ersten Lebensmonaten muss das sich entwickelnde Gehirn kortikale Kontrolle über die primitiven Reflexmuster erlangen und sie durch reifere Halte- und Stellreaktionen ersetzen, die die Grundlage bilden für Willkürmotorik, Handlungsplanung, Koordination und Haltung. Geschieht dies nicht ausreichend, z.B. durch schwierige Schwangerschafts- und Geburtsverläufe oder postnatale Traumata, so können strukturelle Schwächen und Unreifen des zentralen Nervensystems und Reizverarbeitungsstörungen die Folge sein. Dadurch kann ein gesundes, intelligentes Kind in unterschiedlichen Bereichen seiner Entwicklung – Bewegung, Wahrnehmung, Verhalten, emotionale, kommunikative und soziale Kompetenz, Lernen- empfindlich beeinträchtigt sein.

Das pädagogisch-therapeutische Diagnostik- und Übungsprogramm zur Förderung und Rehabilitation ist für Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene und nimmt 1 – 1  1/2 Jahre in Anspruch bei:

  • AD(H)S
  • Dyslexie, Dyskalkulie und Dyspraxie u.a. Teilleistungsstörungen
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen
  • emotionalen Anpassungsproblemen, Ängsten und Panikstörungen

Es ist spezifisch auf den einzelnen Betroffenen abgestimmt, familienfreundlich und ressourcenorientiert.

Literaturempfehlung:

Sally Goddard Blythe:

Greifen und Begreifen, bei VAK,-Verlag, Kirchzarten, 11. Auflage 2016

Warum Ihr Kind Bewegung braucht, bei VAK-Verlag, Kirchzarten, 1. Auflage 2005

Neuromotorische Schulreife- Testen und fördern mit der INPP-Methode, bei Hogrefe, Bern 2. Auflage 2016

Neuromotorische Unreife bei Kindern und Erwachsenen – der INPP-Screening Test für Ärzte, Hogrefe, 1. Auflage Bern 2016